Kritik: Breaking Bad 5.15 „Granite State“/ „Granit“.

„Stay a little longer? Two hours? I’ll give you another $10,000.“

Nach einer Episode mit nicht enden wollender Höhepunkte („Ozymandias„) lässt Breaking Bad wieder Ruhe vor dem Sturm einkehren. Nachdenklich gibt sich Walter White nach der Übersiedlung durch den Staubsauger-Typen, und seine neue Umgebung wird zu seinem neuen einzigen Freund. In Alberquerque geht es allerdings selbst Monate nach Walter Whites Niedergang wild zu – und bietet die Vorlage fürs nächste Woche stattfindende Serienfinale.

Breaking Bad 5.15 winter

Granite State“ ist eine Meditation über die Konsequenzen der Entscheidungen von Walter White. Selten strahlte Breaking Bad dabei solch einen Sinn von Karma aus, als auch Walt bewusst wird, dass hier Endstation ist, dass von hier aus kein Weg mehr in die Herzen seiner Liebsten führt. Ein paar tausend Meilen von ihm entfernt kann sich Jesse einen leisen Verfall nicht leisten – seine Gefangenschaft fordert einen großen Tribut…

Ab hier gibts wie immer volle Spoiler für die Episode.

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Cowboy Bebop 1.01 „Asteroid Blues“: Der tödliche Deal.

„You take women too lightly, my friend.“ – „On the contrary.“

Animes (japanische Zeichentrickserien) sind ja nicht jedermanns Sache – meine schon. Ich fresse jetzt nicht gleich alles, was mir aufgetischt wird, aber manche Anime-Serien können durchaus eine ebenso hohe Qualität aufweisen wie Realfilmserien. Cowboy Bebop wird dafür oft als das Paradebeispiel herangezogen, das auch Anime-aversen Menschen Anreiz verschaffen soll, einer solchen Sendung eine Chance zu geben. Und das wäre nur rechtens – Cowboy Bebop ist eine einzigartige und großartige Serie, die man nicht bloß wegen der Machart missachten sollte.

Im „Wohnzimmer“ ihres Raumschiffs besprechen Ed und Spike, wie sie an den gesuchten Verbrecher Asimoth herankommen können, um ihre Rechnung wieder zahlen zu können.

Die Serie ist in der Zukunft angesiedelt, wie man sie sich noch vor fünfzehn Jahren vorgestellt hat – also ohne Smartphones und so weiter. Dafür reist man durch unser Sonnensystem mittels Raumschiffen und Wurmlöchern. Die Technologie wird allerdings nicht gerade romantisiert – die Protagonisten der Serie, Spike und Ed, besitzen kein schillerndes Raumschiff sondern lediglich die Bebop, ein hässliches aber funktionstüchtiges Schiff, mit dem sie ihrem Beruf nachgehen: kopfgeldjagen.

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The Walking Dead 1.05 „Wildfire“: Fieber.

„We don’t kill the Living.“

Langsamer Zieleinlauf für die nur sechs Folgen umfassende erste Staffel von The Walking Dead: In der vorletzten Episode, „Wildfire„, im deutschen „Tag 194„, nimmt sich die Gruppe Zeit, um ihre Gefallenen zu betrauern und sich neu zu orientieren – wo wollen sie hin, jetzt wo ihr Camp nicht mehr vor Walkern sicher ist? Die optimale Gelegenheit, um mal wieder einen Streit zwischen Shane und Rick ausbrechen zu lassen.

Quelle: offizielle The Walking Dead Facebook-Seite

Andrea (Laurie Holden) bereut es, nicht mehr Zeit mit ihrer kleinen Schwester Amy (Ema Bell) verbracht zu haben – darum zögert sie es bis zum Schluss raus, sie endgültig zu verlieren.

Dabei haben sie ja eigentlich bislang eh kaum Zeit gehabt zu streiten – Rick war die halbe Zeit der Staffel ja in Atlanta verbracht – und trotzdem fühlt es sich so an, als wären die zwei schon ewig dabei. Die beiden spielen nunmal Good Cop Bad Cop und sind die selbsternannten de facto Anführer der Gruppe. Und das macht weniger Spaß als es sollte.

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The Walking Dead 1.04 „Vatos“: Kein sichrer Hafen.

„I remember my dream now, why I dug the holes.“

Die Campbewohner sind besorgt: Jim gräbt Gräber für sie. Shane fühlt sich dazu berufen, ihn davon abzuhalten: Und als er sich dazu entscheidet, die Situation mit Gewalt unter Kontrolle zu bringen und Jim in Handschellen zu legen, bringt er damit wieder Frieden in Gruppe, destabilisiert aber auch gleichzeitig die demokratischen Rechte. Währenddessen verfolgen Rick, Glenn, T-Dog und Daryl die (Blut-)Spuren von Redneck Dixon und versuchen, an Ricks Tasche voller Waffen zu gelangen. Dabei stoßen sie plötzlich auf eine rivalisierende Gang.

Quelle: Offizielle The Walking Dead Facebook-Seite

Daryl (Norman Reedus), Rick (Andrew Lincoln), Glenn (Steven Yeun) und T-Dog (IronE Singleton) formulieren einen Plan, um an die Waffentasche zu kommen. Und Ricks Hut.

The Walking Dead hat sich ja erstaunlich lange Zeit gelassen, Menschen mit Sprachrollen umbringen zu lassen – bislang gingen die Zombies immer als Verlierer vom Platz. In „Vatos“ wird nun erstmal der Body Count erhöht, als das Camp Opfer einer mittelgroßen Zombieinvasion wird.

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