Kritik: Wien – Tag & Nacht – Folge 1.

„I gfrei mi scho so auf Wien! Aufs Fortgea, auf die Party, auf die Leid!“

Wien – Tag & Nacht kann derzeit HIER in der ATV Mediathek gestreamt werden.

Seit ein paar Jahren holt Berlin – Tag & Nacht Spitzenquoten im Vorabendprogramm für RTL 2 – und das augenscheinlich fast für lau. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis das Konzept auch hierzulande kopiert wird, wenig überraschend von ATV. Warum ich diese Serie überhaupt unter die Lupe nehme? Naja, nennen wir es mal Bildungsauftrag.

Quelle: Wien - Tag & Nacht Facebook Seite - alle Rechte bleiben bei ihren Besitzern.

Das junge, hübsche Landei Theresa zieht in „diese geilste Stadt„: Wien! So oberaffengeil die Stadt aber auch ist – gänzlich konfliktlos verläuft ihr erster Tag nicht. Auf den ersten Blick verliebt sie sich nämlich in den charismatischen Chris, dooferweise hat der aber schon eine Freundin. Zum Glück ist diese eine Megazicke…

Ab hier gibts wie immer volle Spoiler für die Episode. Aber lassen Sie sich das egal sein.

weiterlesen

Die besten Serien-Momente 2013

2013 war schon ein irres Jahr für Serien. Wer jetzt nicht gerade beruflich mit der Fernsehlandschaft zu tun hat, wird kaum genug Zeit gefunden haben, um sämtliche nahmhafte TV-Serien zu verfolgen, zumal sich das Spektrum der guten TV-Serien zunehmend erhöht. Gerade 2013 war da ein bahnbrechendes Jahr: Der amerikanische Serien- und Film-Streamriese Netflix hat zum ersten Mal eigens produzierte Serien auf den Markt gebracht, der Sundance-Channel hat neuerdings erfolgreiche Serien im Programm, und die europäischen Serien sind ebenfalls im Vormarsch.

Kaum eine Bestenliste des Jahres wird darum vollständig sein, und so ist auch meine ziemlich löchrig – ich fand bislang noch keine Zeit, Doctor Who, The Returned, The Bridge, The Americans, Hannibal, Enlightened, Arrow, Staffeln 2+ Mad MenNew GirlGirls Staffel 2, Masters of Sex, House of Cards, Orange is the New Black, Justified, Rectify, Boardwalk Empire, Bunheads, Person of Interest Staffeln 2+3 und wie sie alle heißen mir anzusehen, und wenn ich so auf die Liste blicke, bezweifle ich, dass das je aufgeholt werden kann, wo doch schon kurz nach Neujahr das Staffeljahr forgesetzt wird. Doch blicke ich am Ende des Jahres auch gern auf meinen Fernsehkonsum zurück – und selektiere meine Top 10 TV-Momente des Jahres 2013.

weiterlesen

Warum amerikanische Sci-fi und Mystery-Serien in Deutschland versagen

Täglich verfolge ich den Wettkampf um die Quoten im deutschen Fernsehen auf quotenmeter.de und drücke meinen Favoriten die Daumen – etwa jenen Serien, die ich auf diesem Blog in kürzlich leider zu unregelmäßigen Abständen reviewe. Und mal um mal bin ich wieder enttäuscht, wenn Serien wie Breaking BadGirls oder The Newsroom in Deutschland, Österreich und der Schweiz kein rechtes Publikum finden, oder zumindest lediglich eines, das deutlich marginaler ausfällt als in den Vereinigten Staaten. Die SimpsonsHow I Met Your Mother oder The Big Bang Theory erfreuen sich hingegen hüben wie drüben großer Popularität – und ich habe da so eine Theorie entwickelt, warum das so sein könnte.

Erstmals stieß ich auf dieses Phänomen durch Lost, das in den USA von 2004 bis 2010 sehr erfolgreich lief. Hierzulande wurde jede der 6 Staffeln rund ein Jahr zeitversetzt erst im deutschen Free-TV ausgestrahlt. Für abc läutete die Serie damals (mit Unterstützung von Desperate Housewives) eine Renaissance ein, und auch wenn die Quoten in der dritten Staffel ein wenig einbrachen – bis zum Ende blieb Lost eine riesige Geldmaschine für den Sender. Nicht so jedoch in Deutschland: Während Staffel 1 noch einen Erfolg für ProSieben darstellte, enttäuschte die Reichweite von Staffel 2, und trotz Programmrochaden konnte der Sender die Serie in der dritten Staffel nicht mehr retten, im Gegenteil: Die Quoten sackten so tief, dass sich der Sender dafür entscheiden musste, die Serie zukünftig an seinen Schwesterkanal Kabel 1 abzugeben. Die letzten drei Staffeln versandeten sang- und klanglos im deutschen Fernsehen.

Das ist schade, denn die Serie hätte Besseres verdient gehabt – auch die Kritiker preisten die Serie für ihre letzteren Staffeln. Und man könnte auch nicht ProSieben die Schuld geben, die Serie schlecht vermarktet zu haben – zwar gab es kein gar so virales Marketing wie in den Vereinigten Staaten, aber auf die Werbetrommel wurde dennoch gepocht, und auch der Sendeplatz (Primetime, 20:15 Uhr) war für einen Erfolg ausgerichtet.

Dennoch scheint sich ein großer Teil der Fangemeinde von der Serie wegbewegt haben, während sich kaum neue Zuseher für die Serie begeistern haben können. Letzteres ist nicht verwunderlich, denn Serien wie Lost oder Breaking Bad verfolgen eine fortwährende Handlung, bei der Zusammenhänge oft erst im größeren Kontext der Staffeln zuvor Sinn machen. Einzige Möglichkeiten, seine Hausaufgaben zu machen, stellen DVD-Set (teuer) oder das Nachlesen im Internet (öde) dar. Dieses Problem besteht allerdings auch den in USA, das allein kann also nicht den plötzlichen Schwund der Zuseher erklären.

Vielmehr glaube ich, dass Serien wie Lost oder Breaking Bad regelrechte Event-Serien sind – nicht umsonst bezeichnete man damals Lost gerne als die Watercooler-Serie schlechthin, also eine Serie, die man am nächsten Tag in der Arbeit oder Schule besprechen würde. Auch Breaking Bad fällt in diese Kategorie – so viele Artikel wurden im letzten Monat zu Ehren der letzten 8 Folgen der Serie im Internet publiziert, dass ein respektabler Reichweitenrekord von 5,9 Millionen Zusehern in den USA keine Überraschung darstellte. Die Leute reden über die Serien, und ihre Freunde beginnen sie dann auch anzusehen.

Geredet wird über eine Episode am Tag nach der Ausstrahlung, und hier liegt der Kern des Problems der Deutschen – es gibt zu viele dieser Tage. Das Publikum verstreut sich zu sehr, weil es zu viele Möglichkeiten gibt, eine Episode zum ersten Mal zu schauen. Drei kann ich dabei ausmachen, wenn ich von jenen absehe, die auf das Erscheinen der DVD warten:  der Tag nach der US-Ausstrahlung (via Internet-Streaming), der Tag nach der deutschen Pay-TV-Premiere (Sky, Fox etc.), und der Tag nach der deutschen Free-TV-Premiere (üblicherweise RTL und ProSieben). Und wenn jedes Mal nur ein Drittel der Gesamtzuseher der Serie mitreden kann, fehlt einer Serie der „Buzz“.

Bei Losts erster Staffel wussten wohl nur die Wenigsten, was für eine großartige Serie da auf sie zurollen würde, und so hielt sich die Piraterie in Grenzen. Doch hat man einmal Blut geleckt muss man einfach wissen, wie es weitergeht. Scheinbar haben viele dem Cliffhänger der 1. Staffel nicht standhalten können und haben sich die 2. Staffel einfach via Internet reingezogen. Weniger Internet-affine Menschen, oder jene, die sich nicht so gern in diese rechtlich sehr graue und moralisch deutlich dunkler graue Zone wagen, oder aber auch jene deren Englisch nicht ganz ausreicht und ohne Untertitel die Serie erleben wollen, bleiben hingegen eine ganze Zeit lang auf dem Trockenen. Jene mit Pay-TV nur ein paar Wochen oder Monate, Kabelfernseher hingegen ein ganzes Jahr. Und plötzlich lässt sich nicht länger gut mit Freunden über die Serie reden, ohne haargenau auf Spoiler aufpassen zu müssen. Der Internetbuzz ist ohnehin nur den Streamern vorbehalten, selbst auf deutschen Seiten – der österreichische Jugendradiosender fm4 etwa bot gleich mehrere große Artikel zum Serienfinale von Lost, als es gerade in den USA ausgestrahlt wurde.

Comedyserien wie The Big Bang Theory oder Two and a Half Men brauchen diesen Buzz hingegen so gut wie nicht – bei diesen Serien gibt es auch kaum nennenswerte Ereignisse, die man unbedingt sehen müsste. Sie laufen blendend, zumal sie auch die idealen Sendungen fürs Durchzappen und Hängenbleiben sind – da braucht man kein Vorwissen. Selbiges gilt auch für Krimiserien aus dem In- und Ausland, allen voran natürlich dem seit Jahrzehnten blendend laufendem Tatort.

Und dieses Phänomen, dass Zuseher den Scifi-, Fantasy- und Mystery-Serien im deutschsprachigen Fernsehen davonlaufen, existiert leider häufig. Derzeit blüht dasselbe Schicksal Game of Thrones, das in seiner dritten Staffel schon Rekorde für am häufigsten gestreamten Episoden aller Zeiten bricht, oder auch The Walking Dead, dessen zweite Staffel trotz einer cleveren Ausstrahlungsstrategie von RTL II deutlich schwächere Werte lieferte als Staffel 1. Und auch Breaking Bad, oft jetzt schon als eine der besten Serien aller Zeiten gepriesen, strauchelt in Deutschland, weil artes Ausstrahlung einfach nicht zeitnah genug ist.

Irgendwie ist auch niemand so recht Schuld an dem Dilemma, jeder will halt einen Teil des Kuchens – die Pay-TV-Sender je nach Größe ihre Daseinsberechtigung, die Kabelsender ihre Werbeeinnahmen. Sky Atlantic bietet zwar mehrere Serien wie Game of Thrones nur wenige Stunden nach amerikanischer Erstausstrahlung an, doch das teure Paket beinhaltet einfach zu wenige Serien, die so vorbildlich zeitnah ausgestrahlt werden. In Amerika ist mit Basic Cable fast die ganze und mit HBO obendrauf sogar die gesamte Serienlandschaft abgedeckt, in Deutschland gibt es allerdings diese Möglichkeit nicht – außer man streamt. Ich fürchte, dass sich dies aufgrund der mehreren Pay-TV-Sender (Sky, Fox, TNT Serie etc.), die sich die amerikanischen Imports streitig machen, auch langfristig nicht ändern wird, und Zugriff auf alle von ihnen ist schon schwer erschwinglich.

Die Kluft der Ausstrahlungstermine existiert nun schon seit Jahrzehnten, erst in den letzten Jahren manifestierte es sich allerdings dank des Internets auch in den Zuseherquoten. HBO behauptet, dass der durch die illegalen Downloads zusätzlich generierte Buzz dem Sender mehr hilft als schadet, aber die deutschen Pay-TV-Sender werden da sicher ein anderes Lied davon singen.

Solange Streamen möglich ist, wird diese Option auch genützt werden. So langsam versuchen die deutschen Fernsehanstalten, dies durch intelligente Programmierung zu bekämpfen – etwa Skys Ausstrahlung von Game of Thrones oder The Newsroom. Fox‘ 7-tägige Verzögerung der Ausstrahlung von The Walking Dead fehlt hingegen noch der entscheidende Schritt, um die Deutschen am Buzz der Amerikaner teilnehmen zu lassen – in den USA ist die Episode dann schon gegessene Sache.

Großer Lichtblick war für mich aber das von mir eigens deshalb verfolgte Touch, das nur wenige Tage nach US-Premiere auch bei uns schon im Free-TV landete. Es war ein TV-Experiment, das leider Gottes scheiterte, weil der Buzz von Touchs schwacher Kontinuität und Dramaturgie erwürgt wurde – obwohl Touch das Potential hatte, ein internationaler „Watercooler“ zu werden, weil es den Anspruch hatte, an einem einzigen Tag besprochen zu werden . Es zeigte aber, dass die internationale Distribution inklusive Synchronisation logistisch möglich ist. Fox wollte mit Touch ein Zeichen gegen das Streaming setzen, doch durch dessen schnellen Quotensinkflug scheint dieses Projekt erstmal auf Eis zu liegen. Und ich kann nur hoffen, dass dieses bald wieder aufgeschmolzen wird.

Kritik: Stuhl.

(Der folgende Text, der meine pseudo-intellektuellen, überanalyisierenden und populistischeren Rezensionen parodieren soll, entstand in meiner Tätigkeit als Poetry Slammer.)

„cht cht cht cht.“

Egal ob im Zimmer, in der Küche oder im Büro – Stuhl begleitet uns überall hin. Tagaus tagein handelt es sich bei Stuhl um einen treuen Begleiter, ein Leben lang. Doch ist Stuhl, in Österreich auch unter dem Titel Sessel veröffentlicht, auch im 21. Jahrhundert noch zeitgemäß, oder hat sich sein sozioökonomischer Platz in der Gesellschaft relativiert?

©: flickr / Nicki Varkevisser

©: flickr / Nicki Varkevisser

Es soll sich herausstellen, aus welchem Holz Stuhl geschnitzt ist, wenn ich ihm bezüglich seiner Alltagstauglichkeit,  seiner Daseinsästhetik und natürlich vor allem auch seinem metaphorischem Wert auf den Zahn fühle. Eine Kritik von Hannes Blamayer.

Ab hier gibt’s wie immer volle Spoiler für den Haushaltsgegenstand.

weiterlesen

Best Of 2012

Hiermit melde ich mich aus der Winterpause zurück. Seit dem Ende der ersten Hälfte der dritten The Walking Dead herrscht ein wenig Flaute in Sachen TV-Serien – und ich möchte die Zeit ein wenig nützen, um ein paar gesonderte Artikel zu verfassen. Neben Rückblicken zu den von mir 2012 gesehen TV-Serien, passend übrigens zum 1-Jahr-Jubiläum des Blogs, wirds auch einen Ausblick auf die diesjährige Frühjahrssaison geben. In diesem Artikel: meine persönlichen Lieblings-Serien-Momente des Jahres 2012.

weiterlesen

Schnell Ermittelt: Am Set von „Schuld“.

„Meine Lieben, und… bitte!“

Das lange Warten hat ein Ende: Schnell Ermittelts erster Spielfilm, „Schuld„, wird am 11.12. 2012 um 20:15 Uhr auf ORFeins seine Premiere feiern. Ich hatte das Privileg, ein wenig hinter die Kulissen der Serie schauen zu dürfen, als ich am 23. April diesen Jahres auf das Set von „Schuld“ nach Wien eingeladen wurde. Ich nützte die Gelegenheit, um nicht nur dem ganzen Team bei der Arbeit zuzusehen, sondern ihnen auch in Sachen Produktionsprozess, Kontinuität, Charakterentwicklung und so weiter auf den Zahn zu fühlen.

(c) ?

(c) Katharina Schenk

Zuerst war das einmal schon recht surreal, da plötzlich den Schauspielern gegenüberzustehen und mit ihnen während den Drehpausen, Umbauarbeiten und dem Mittagessen (Cateringservice) zu quatschen. Und das nicht unbedingt wegen der Prominenz, die am Werk war, sondern vielmehr, weil die Kostüme so unnatürlich wirkten.  Den Wolf Bachofner (Franitschek) traute ich mich kaum anfassen, so hochpoliert schimmerte dessen Lederjacke – und man will ja nicht etwa zufällig die dick aufgetragene Schminke ruinieren. Aber fürs Fernsehen brauchts die Makeup-Künstler nun mal, genauso wie die Beleuchtung: Trotz der verglasten Hausfront baute man draußen große Segel bzw. Schirme auf, die das Sonnenlicht in das Haus spiegelten.

weiterlesen

Twin Peaks‘ Demise (Teil 3)

Aufgrund meiner Urlaubsauszeit bin ich eine Woche schreibtechnisch außer Gefecht gesetzt. Stattdessen gibt es, wegen Überlänge auf mehrere Artikel verteilt, eine Arbeit über Twin Peaks, die ich im Rahmen meiner Ausbildung geschrieben habe. Teil 1 ist hier, Teil 2 hier.

Hier ist Teil 3.

The many subplots that the show writers introduced halfway through the second season was one of the chief reasons that was given by critics such as Ginny Holbert on why they disliked the second season.[1] Indeed, while most of the story lines in the first season seemed connected with each other (especially so because back then there were still so many possible culprits for the murder of Laura Palmer, making everyone’s actions more intriguing), the subplots of season two tend to involve only a few people.

A prime example for that is the storyline about Leo’s incapacitation, largely occupying Shelly, Bobby and Leo, three main characters, throughout the first half of the second season. In the first season, Leo was beating on his wife, being cheated on by Bobby, dealing drugs with Laura, Bobby, Mike and the Renault brothers, employed by Benjamin Horne, threatened and beaten by Hank, and was a prime suspect for the murder of Laura Palmer. There were many people Leo was involved with, and many events that Leo had an influence on. Compare this to his interactions with other characters in season 2 – he only ever meets four people: Bobby, Shelley, Windom Earle and Major Briggs. While it is true that he was incapacitated for about half of the season, that is no excuse for his marginal influence on the events of the second season, considering his extensive screen time – after all, all he ever did was to free Major Briggs, and that could have easily been rewritten for the Major to do so on his own. Leo did serve as a person Windom Earle could talk to, but unfortunately, Leo kept being a sponge for screen time throughout the season.

Bobby and Shelley are also deprived of impactful things to do – especially Shelley, who even cuts off her strongest link to society, working in the RR Diner, during the first half of the season. Her social network was remarkably thinly woven during most of the second season, until the characters of Gordon Cole and Windom Earle started to interact with her. Bobby at least approaches few new characters already earlier, namely Ben and Audrey Horne. His chemistry with Audrey is intriguing – but alas, all he ever did in season was to “be there”, i.e. his actions never had any sort of impact or consequences, except for revealing Hank to be the assailant on Leo.

Season two of Twin Peaks feels less coherent because of the social network between the characters is knit less tightly. Apart from Bobby, Shelley and Leo, many other characters suffer from the same problem, such as Nadine (who had already been quite isolated in the first season) and Big Ed. His story line with Norma and Nadine may have been engaging, but his allegiance to the Bookhouse Boys was never revisited again, and other social interactions were limited.

This problem became especially apparent in the aftermath of Leland’s death and funeral in episode 2.11, “Masked Ball”. Left without focus, the show introduced several new storylines that seemed to push Twin Peaks even more towards the genre of the soap opera, but did not give the show a sense of direction. The characters of Evelyn, Dwayne (the mayor), Lana, Little Nikki, and the already established Dick Tremayne are, mildly put, controversial amongst fans. Especially Evelyn and Little Nikki suffer from the above mentioned lack of social interactions – after all, the Evelyn storyline went on for six episodes, only ever interacting with James and Donna. It is no surprise that viewers felt that the show was not heading anywhere – the writers were seemingly neither.

To the writers’ credit, not all characters introduced in the second season failed to connect. Again it is worthwhile to look at the character’s social interactions to see how well integrated they are in the story, thus having a far greater potential to create tension between characters. At the heart of the latter part of the second season is Windom Earle, who is not only the driving factor for suspense (seeing as he is the cause for almost all the cliffhangers) for about the last six episodes, he interacts with just about every other main character. Additionally, he perfectly worked as an illumination of Cooper’s past, thereby filling in a hole that was left open in season one – a satisfying reveal.

Another character that worked well had been set up in season one but was only introduced in season two – Andrew Packard. Even though he did not interact with too many people due to the fact that he is still believed to be dead by most by the end of the series, he probably knows most of the other villagers and thus had at least the potential to be used in several, possibly intertwining plotlines in the never-to-be third season – if he survives the bank explosion, that is.

On a more minute scale, I would argue that the writers also made mistakes during the writing process itself. As a consequence of Twin Peaks becoming more and more a soap opera, dialogues would inevitably become cheesier. It is difficult to evaluate the quality of such lines, especially because of the blurred boarder of genres that the show kept crossing, but some dialogues and scenes seem especially cringeworthy. A prime example for this is the silly way Donna and Madeline wanted to steal Laura’s diary from Harold Smith’s apartment – just by turning round Harold could see Madeline. The sheer dumbness that the two girls display is frustrating to watch.

More heavily, though, weigh quotes that are seemingly out of character: Audrey’s exclamation of “I’m a virgin” in episode 2.20 (“The Path to the Black Lodge”), for example, would have never been said by the dreamy girl that she was shown to be in season one, especially to someone other than agent Cooper – after all, the show spans only a few weeks of time in the town of Twin Peaks.

Most of the corny lines, though, were unquestionably delivered by the controversial character of James. It is legitimate to ask whether his character was intended to do so, selling these dialogues as comedy. Either way, however, even James’ credibility was put to a test when being confronted with Evelyn Marsh, who unconvincingly claims to never have loved a man like she loved James. After having professed his love to both Laura and Donna, James has no second thoughts about sleeping with Evelyn. Again, due to the very brief time that elapses between events, the audience can feel that the characters are not acting like they should be, thus creating a sense of disbelief.

At times, viewers of Twin Peaks also get a sense of embarrassment when watching the show due to such scenes. Sometimes feeling ashamed of the actions of characters was an intentional move by Lynch, Kristin Thompson points out (Thompson 124). Leland Palmer would often burst into a song or start dancing as a means of dealing with his sole daughter’s death. But while feeling embarrassed, the audience can also feel the emotional dissonance between Leland’s interior feelings and his actions. The embarrassment serves a purpose. In the latter part of the second season, though, the viewers feel ashamed of the character’s actions without an emotional background – leading to the “pathetic comic situations” that have often been criticized (Lavery 30). This may have already been in place in the first season, especially in regard to police officer Andy’s character, but was used much more frequently and with more characters in the second season, becoming tedious in the process.

The quality of television scripts is a difficult thing to evaluate – especially so of a show that is as polarizing and ground-breaking as Twin Peaks. However, when analysing the show-writers’ decisions minutely, a few choices seem to stand out that did not work particularly well to sustain the audience’s interest in the show. The less interactions between characters, the dilemma of what audience the show wanted to cater for (those expecting a soap opera or those expecting a detective story), the too complex mythology, the absence of a new hook after the resolution of the main plot line, and the frustrating lack of useful leads ultimately all contributed to a less engaging second season of Twin Peaks. By the time the Windom Earle storyline had gotten rolling and the show became more focused again, large parts of the audience had had enough already.

Despite this being a work about the flaws of Twin Peaks’ second season, the writers did by no means a bad job – after all, their show is still considered to be one of the most influential shows ever, spawning many books and film classes on the topic of Twin Peaks. In hindsight it is often easy to point out different avenues a show should have taken instead. It is no use to ask oneself “what if?” – but the plotting of Twin Peaks can most definitely serve television critics as a lesson in storytelling, showcasing some pitfalls that they might not want to fall into.

Works Cited

Creeber, Glen. Serial Television – Big Drama on the Small Screen. London: Palgrave Macmillan, 2010. Print.

Douglas, Pamela. Writing the TV Drama Series. Studio City (CA): Michael Wiese Productions, 2007. Print.

Hammond, Michael, and Mazdon, Lucy, ed. The Contemporary Television Series. Edinburgh: Edinburgh University Press, 2005. Print.

Holbert, Ginny. “Twin Peaks Flops Towards Overdue Death”. Chicago Sun Times, 26 February 1991. Web. 27 September 2011.

Lavery, David, ed.Full of Secrets – Critical Approaches to Twin Peaks. Detroit: Wayne State University Press, 1995. Print.

Lynch, David, and Rodley, Chris. Lynch on Lynch. Revised ed. New York: Faber and Faber Limited, 2005. Print.

McCabe, Janet, and Akass, Kim, ed. Quality TV – Contemporary American Television and Beyond. London: I.B. Tauris & Co Ltd, 2007. Print.

Pearson, Roberta, ed. Reading Lost. New York: I.B. Tauris & Co Ltd, 2009. Print.

Thompson, Kristin. Storytelling in Film and Television. Cambridge, Massachusetts, and London: Harvard University Press, 2003. Print.


[1] See the review we read in class, also available on http://flimgeeks.com/tpcomplete/articles/910226.htm