Quo Vadis, Blamayer TV?

In den letzten Monaten ist es ruhig geworden um Blamayer TV, und das aus gutem Grund: Nachdem ich schon viel zu lange an meiner Diplomarbeit herumgetüftelt hatte, wollte ich diese endlich zur Fertigstellung bringen. Das ist nun geschehen, zur Gänze melde ich mich allerdings dennoch noch nicht zurück.

Vorweg: Die Kritiken zu Game of Thrones muss ich leider einstellen. Das hat unterschiedliche Gründe: Erstens möchte ich mich mehr der österreichischen und deutschsprachigen Serienwelt widmen. Meine Game of Thrones– oder The Walking Dead-Kritiken besitzen nicht wirklich einen Mehrwert für das Internet – davon gibt es ja sonst auch überall welche. Gute deutschsprachige Produktionen (natürlich gibt es sie!) erhalten deutlich weniger Publicity, und das nicht immer ganz zu Recht. Zweitens befasse ich mich aus beruflicher Absicht mehr und mehr mit aktueller Seriendramaturgie, und dafür eignet sich das Analysieren von Game of Thrones nicht sonderlich gut: Sie umrahmen zu viele spezielle Umstände (Adapation, keinerlei Rücksicht auf frühzeitige Einstellung, unvorstellbares Budget), als dass sie mir dafür nutzen würde. Nicht zuletzt kostet mir das Verfassen der Kritiken viel Zeit, die sich für mich im Angesicht der beiden genannten Gründe nicht lohnt.

Was steht dann für die nächste Zeit an? Ich habe mich dazu entschlossen, die Kritiken zu Altes Geld, Österreichs neuestem Prestige-Serienprojekt, zeitgleich mit der Free-TV Premieren der Episoden zu veröffentlichen. Alle anderen Medien haben die Serie als Gesamtwerk begutachtet (und für gut befunden), ich werde hingegen schauen, was die Serie Episode für Episode taugt. Für das anscheinend recht gute, quotenmäßig allerdings leider mau laufende Block B – Unter Arrest auf RTL bin ich jetzt ein wenig zu spät dran, um Kritiken zu fassen. Natürlich ärgere ich mich ein wenig, nicht die Zeit aufwenden zu können/gekonnt zu haben, um diese beiden Serien aktuell zu verfolgen/ verfolgt zu haben. Mit diesem Anspruch werde ich mich allerdings für die nächste Zeit ohnehin ein wenig zurückhalten müssen: Mit 1. August werde ich im Zuge meines anstehenden Gedenkdienstes nach Los Angeles ziehen, und ich weiß nicht, ob ich von dort aus auf das aktuelle Programm des ORF und den deutschsprachigen Sendern Zugriff haben werden kann.

In den nächsten Monaten werde ich mich mehr auf diverse Artikel fokussieren, die ich seit geraumer Zeit im Kopf habe – keine Episodenkritiken, sondern Beobachtungen und Überlegungen zu un- oder außergewöhnliche Serienstrukturen, die Vorstellung des österreichischen Film- und Serienbloggerkollektivs Cinenauten, sowie eine Vorschau für ein interessantes deutsches Serienprojekt, das bei TNT Serie in den Startlöchern steht. Nicht zuletzt werde ich wohl auch eine Überarbeitung meiner Diplomarbeit in den nächsten Monaten an dieser Stelle veröffentlichen. (Zuvor muss ich mich wohl noch über die rechtlichen Grundlagen dafür kümmern, u.a. weil ich ein paar Drehbücher und Abbildungen zitiere.) Diese trägt den Titel „The Art of the Arc“ und beschäftigt sich, in Englisch geschrieben, mit der kontemporären Seriendramaturgie, insbesondere mit der Frage, wie sich Figuren in ihnen entwickeln können.

In diesem Sinne sieht sich Blamayer TV einigen strukturellen Veränderungen gegenüber stehen. Der Fokus wird sich mehr auf deutschsprachige Serien richten, einzelne Artikel werden aber sicher auch internationale Projekte betreffen. Obwohl ich aktuell damit ein wenig kürzer treten, wird das Format der episodischen Kritiken natürlich nicht aufgegeben, denn nach wie vor gilt: Jede Folge zählt.

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