Kritik: Game of Thrones 3.10 „Mhysa“.

„The Northerners will never forget.“

Mit nichts hätte Game of Thrones sein Meisterwerk namens „Rains of Castemere“ übertrumpfen können, und die Serie versucht es auch gar nicht erst: Anstatt großer Cliffhänger oder Actionsequenzen verabschiedet sich Game of Thrones mit einer Abrundung beinah aller in dieser Staffel etablierten Handlungsstränge – hübsch, aber auch sehr antiklimatisch.

Game of Thrones 3.10 burning wolf

Das Massaker der Roten Hochzeit zieht weite Konsequenzen mit sich – während Arya und der Hound mitansehen müssen, wie Robbs Leichnam verhöhnt und verspottet wird, erreicht die Botschaft auch King’s Landing. Nach Brans letztwöchiger Begegnung mit Jon trifft er diese Woche auf eine weitere bekannte Gestalt…

Ab hier gibts wie immer volle Spoiler für die Episode. Für Game of Thrones spezifisch: Ich habe alle Bücher gelesen, werde diese Rezension allerdings für jene schreiben, für die die TV-Serie Erstberührung mit dem Material ist. Kommentare werden moderiert, um Spoilern vorzubeugen.

In vielerlei Hinsicht fühlt sich „Mhysa“ wie die große Ruhe nach dem Sturm, eine Episode, die sich gar nicht besonders Mühe gibt, zu verschleiern, dass sie eine Art Transit zwischen den Staffeln ist. Dass sie dabei aber stets zwischen Staffelende und -beginn oszilliert wird ihr dabei zum Verhängnis: „Mhysa“ krankt an einer Identitätskrise, geschuldet an der Unfähigkeit, das TV-Highlight des Jahres adequat zu ver-, nach- und aufzubereiten.

Der kopflose Wolf.

Es ist fast schade, wie wenig die Serie noch in ihrem aus der vorhergehenden Folge verursachten Leid baden möchte. Die Schlachtszenen vor den Zwillingen hallen das noch deutlich wieder, doch schon bei der Parade von Robb Starks Leichnam, nun mit Grey Winds Kopf auf die Schultern genäht, verlässt die Serie in einer ihrer wenigen visuell enttäuschenden Szenen ihr Sinn für Bildkomposition: Anstatt mit diesem ikonischen Bild den Starks ein Denkmal zu stattuieren verliert sich die Serie nicht allzu sehr in Sentimentalitäten. Auch die ebenso einprägsame Entsorgung von Catelyns Leichnam wurde in der TV-Adaption eingespart – wirklich schade.

Zumindest andernorts wird der Vorfall groß angesprochen: in King’s Landing. Dort sorgt das nicht nur für ein tolles Vater-Sohn-Gespräch, in dem Tywin die Parallelen zwischen seinen untergriffigen Kriegstaktiken sowie seiner Behandlung seiner Kinder aufzeichnet, sondern resultiert auch in einen erneut goldigen Joffrey-Moment. „The king is tired now“, bestimmt Tywin, als Joffrey dessen Rolle in Roberts Rebellion verunglimpflicht – nach Tywins vorübergehendem Verweilen in Casterly Rock war es er schließlich, der King’s Landing vom Verrückten König (Aerys II Targaryen) befreit hatte. Interaktionen zwischen Tywin und Joffrey sind stets einfach zu köstlich, denn niemand weiß Joffrey besser zu demütigen als sein Großvater. Mir gefällt auch, wie Cersei über die drei Staffeln hinweg realisiert hat, was sie da für ein Monster hochgezogen hat, während sie sich gleichzeitig dafür hasst, so über ihren eigenen Sohn zu denken. Ebenso spannend ist ihre Beziehung zu Tyrion, mit dem sie einerseits so viel teilt (etwa ihre Meinung über Tywin oder Joffrey), ihn andererseits von Herzen verachtet – und diesen Kampf trägt sie nun schon seit längerer Zeit aus.

Eigens für die Serie erdacht war das Shae-Varys-Gespräch. Das hatte die gewohnt hohe Qualität der Dialoge (Varys‘ Erwähnung, dass die beiden keinen familiären Status innehätten, weil sie ja überhaupt keine Nachnamen besitzen, war zum Beispiel eine dieser Formulierungen, die eine große Glühbirne aufgehen ließ) und enthüllte einmal mehr ein paar mehr Facetten des Eunuchs – so langsam beginnt man ihm zu glauben, dass er für das Wohle des Königreichs arbeiten würde, und in Shae eben eine „Komplikation“ sehe. Shae ist allerdings im großen Schema eine der inkonsequentesten Figuren, die im Grunde fast kaum eine rolle spielt, und so ist ihre große Liebe zu Tyrion nicht so ein großes Thema, wie es gerne sein würde. Fast dachte ich, sie würde die Diamanten nehmen und Tyrion mit einem gebrochenen Herzen zurücklassen, denn ich bin einfach nicht in deren Beziehung investiert genug – die beiden reden und reden, aber so richtig etwas gemeinsam ausrichten  oder bewirken tun sie nicht. Die Szene will groß das Herz rühren, aber dafür hat mich die Beziehung der beiden bislang einfach zu kalt gelassen.

Das Staffelfinale.

Man muss schon ein wenig suchen, um überraschende Enthüllungen oder Entwicklungen in „Mhysa“ zu finden. Gleich mehrerorts fühlte es sich so an, als ob man bloß in einer anderen Episode nicht mehr Zeit gehabt hätte, um eine Szene noch stattfinden zu lassen, oder man beginnt bereits von Geschehnissen zu berichten, die erst in der nächsten Staffel so richtig an Fahrt gewinnen werden. Letzteres ist fatal für den Gesamteindruck der Episode – bei gleich mehreren Figuren (Jon, Sam, Theon, die halben Leute aus King’s Landing) endet die dritte Staffel auf äußerst mittelmäßigem Terrain, ohne groß Lust auf mehr zu machen – eine Seltenheit für die Serie. Ich kritisiere nicht, dass in dieser Episode nichts geschehen wäre, sondern vielmehr, dass das Pacing der Folge einfach keinen Rhytmus aufbauen konnte. Aber der Reihe nach.

Sam und Gillys Treffen mit Bran und Co. war das wohl größte Ereignis in einer sonst eher ereignisarmen Episode. Brans Geschichte des Rattenkochs, der nach Bruch des Gastrechts für immer von den Göttern verflucht wurde, spielte natürlich direkt auf Walder Freys Bruch dieser uralten Tradition an, bevor Sam und Gilly ins Bild treten. Mir gefällt, wie die Nord-Storylines die Misere von den Twins in den Hintergrund drängt, indem gleich mehrmals und mehrerorts (im Nightfort, in Castle Black und auf Dragonstone) erwähnt wird: Die Menschen und Häuser mögen ihre belanglosen Fehden austragen, bis sie grau werden, doch am Ende zählt zu allererst, dass das Königreich nicht von den Weißen Wanderern (White Walkers) überrannt wird. Jojen und Meera haben exzellent in die Gruppe hineingefunden, ihre Bewaffnung mit Drachenglas und ihre Durchschreitung des Tunnels, gespenstisch an das Finale der ersten Staffel errinnernd, rufen ein tolles Gefühl von Schicksal herbei. So muss sich ein Staffelfinale anfühlen.

Game of Thrones 3.10 Dany

Ebenso sehr optimistisch ist Daenerys‘ Abschied aus der Staffel, auch wenn man das Gefühl hat, man würde ihren (großteils nicht gezeigten) Sieg über Yunkai ein zweites Mal zelebrieren. Ich war zuerst skeptisch, konnte dann aber nicht aufhören, über die schiere Masse an Statisten zu staunen, die da aus Yunkai herausströmten. Klar, bei der Kamerafahrt in die Lüfte waren nicht bloß die Drachen computergeneriert, aber die Zelebrierung der Mhysa (Ghiscari für „Mutter“) fühlte sich ziemlich episch an. Das spricht sehr für die Inszenierung dieser Szene, eigentlich war die Eroberung dieser Stadt und die Befreiung der Sklaven nicht sonderlich spannend gestaltet gewesen, dennoch schafft es Staffel 3 auf einer äußerst positiven Note zu enden, die im Gedächtnis bleibt.

Und auch eine große Überraschung gibt es, als die Eisenmänner mal wieder in Erscheinung treten – König Balon Greyjoy und dessen Tochter Yara haben wir schon ne halbe Ewigkeit nicht mehr gesehen. Die beiden bilden nicht nur einen schönen Anstoßpunkt für die sonst gar zu abgekapselte Ramsay-Theon-Storyline, sondern setzen auch direkt Segel für die vierte Staffel, als Yara erklärt, ihren großen Bruder befreien gehen zu wollen. Obwohl Yara glaube ich die gesamte Staffel abwesend war, hat mich die geschwisterliche Liebe, die da in so lebensfeindlichen Bedingungen gekeimt ist, echt gepackt. Ganz im Geiste von Tywin Lannister schickt sich Yara an, ihr eigenes Blut zu retten, auch wenn sie dabei Familienmitglieder, bzw. eher bloß deren Autorität, verletzen muss. Das ist mal ne Ansage für die nächste Staffel!

Game of Thrones 3.10 Yara

In dieser wird dann Theon hoffentlich nicht mehr eine solch zeitumspannende Rolle haben wie in Season 3 – im Nachhinein überrascht es mich schon, dass Alfie Allen Teil der Hauptbesetzung ist, während Gwendoline Christie (Brienne) nur Nebendarstellerin war. Offensichtlich sind der Serie jetzt die Ideen ausgegangen, Theon weiter zu quälen – der frisch enthüllte Ramsay Bolton greift zu nichts weiterem als Theon ins Gesicht zu schlagen. Die psychologische Tortur wird natürlich fortgesetzt, und Ramsays Würstl ist auch recht ulkig – das war es dann aber auch schon.

Mittsaison.

Der Rest des Staffelfinales fühlte sich hingegen überhaupt nicht wie ein solches an, hatte sogar eher die Merkmale einer ganz gewöhnlichen Episode mitten in der Staffel. Bei Sam hätte es meiner Ansicht doch viel besser gepasst, wenn nach seiner Begegnung mit Sam für ihn der Vorhang für dieses Jahr zugezogen worden wäre, doch nein – Sam kehrt zu Castle Black zurück, berichtet Maester Aemon von seinen Erfahrungen und trifft nach eineinhalb Staffeln in einer ziemlich drögen Szene Jon wieder. Gerade im Gespräch mit Aemon gibt es so viel Exposition, dass man das Gefühl bekommt, die Serie würde uns die Geschehnisse der Staffel noch einmal in Erinnerung rufen wollen – was doch eigentlich zu Beginn einer Staffel geschehen müsste. Keine der Szenen ist schlecht, doch der Ausklang ist schlichtweg antiklimatisch. Auf was kann man sich etwa freuen, dass Sam in der nächsten Staffel anstellen wird? Es wird uns keine eine Richtung gegeben, in die er starten könnte, keine Gefahr, die ihm droht – höchstens, dass er früher oder später wohl mal was mit Gilly haben könnte, aber das ist schlichtweg nicht zufriedenstellend genug.

Selbiges könnte man über Jon sagen. Vielleicht wollte man einfach nicht, dass nach dem Tod von Robb nun auch noch der Tod seines Halbbruders suggeriert wird, aber es mutet schon ein wenig merkwürdig an, ihn zum Castle Black zurückkehren zu sehen. Ja, damit hat er sicherlich einen Bogen gespannt: Von der Krähe zum Wildling und nun wieder zurück zum Bruder der Nachtwache – ein weiter Weg. Allerdings unterwandert das ein wenig den emotionalen Eindruck vom Abschied von Ygritte: „I know I love you“ – „You know nothing, Jon Snow.“ Interessant, dass die Serie es gar nicht so zweideutig inszeniert, ob Ygritte Jon umbringen oder ihn bloß verletzen möchte, drei Pfeile sprechen da eine eindeutige Sprache.

Wer ebenfalls über eine Staffel lang unterwegs war und nun endlich ankommt ist Jaime, begleitet von Brienne und dem ehemaligen Maester Qyburn. Die drei haben nicht einmal Dialoge in „Mhysa„, stattdessen verlässt man sich darauf, dass Jaimes und Cerseis Blicke alles sagen sollen. Der Moment ist schön eingefangen, man wird allerdings das Gefühl nicht los, da etwas verpasst zu haben. Eine andere Serie hätte diese Wiedervereinigung in Slow Motion und mit einem populären Song übertuncht, und vielleicht sollte ich Game of Thrones dafür applaudieren, diese genre-typischen Klischees zu vermeiden. Allerdings wirkt die Szene so nur halbgar, an die Episode rangetackert, weil sie sonst zeitlich nicht bei einer anderen gepasst hätte – aufgrund der langen Reise von Harrenhal nach King’s Landing mussten allerdings genau 2 Episoden vergehen. Im großen Spiel um den Thron rückt die Serie die Schachfiguren an die richtigen Stellen, „Mhysa“ scheint dabei aber nur einer jener Züge zu sein, die große Spielzüge vorbereiten, anstatt selber einer zu sein. Und das mag verständlich sein nach der Roten Hochzeit, Game of Thrones größtem Paukenschlag, ist aber auch recht enttäuschend – da erwartet man sich einfach mehr.

Bla:

– Das Gespräch zwischen Roose Bolton und Walder Frey hat mich jetzt nicht vom Hocker gehauen, zugegeben aber auch, weil ich es nicht ausstehen konnte, wie respektlos Roose Bolton behauptete, Robb Stark habe ja jeden guten Rat von ihm abgetan… oder mag ich bloß dessen Wahrheitsgehalt einfach aus Sturheit nicht anerkennen?

– Dass es sich bei Theons Folterer um Ramsay Snow/Bolton handelt war nicht das größte Mysterium der Welt – welcher Fraktion könnte er schließlich sonst angehören? Auch das Andreaskreuz war natürlich ein großer Hinweis. Dafür hat die Serie dieses Geheimnis schon sehr sehr lange hinausgezögert, hat ihr immerhin eine eigene Storyline gegönnt, die man sicher kürzer hätte gestalten können. Aber für den größten Teil habe ich mich dennoch gut unterhalten gefühlt.

– Armer Theon, der hat fast die ganze Staffel an ein Kreuz gefesselt verbracht.

– Das humorvolle Timing der Hodors bekommen sie immer wieder hin. „Hodor!“

– Humor war überhaupt stark vertreten in dieser Episode. Highlight in dieser Hinsicht war sicherlich Podrick im Park, bei dem die Damen im Hintergrund tuscheln: „Ist das etwa wirklich…?“

– Warum ist Ygritte eigentlich alleine bei Jon aufgetaucht, oder warum ließ Jon sich überhaupt einholen – war er denn so verdammt durstig, dass er dafür sein Leben aufs Spiel setzt?

– Stannis habe ich jetzt oben ganz ausgelassen: Das war zwar nicht uninteressant, wie Davos Gendry entkommen lässt und anschließend erneut nur knapp dem Tode entgeht, auch das fühlte sich aber mehr wie mitten in der Staffel an. Das mag vielleicht daran liegen, dass wir uns nun mal in der Verfilmung von Storm of Swords erst mitten im Buch befinden, aber dennoch hätte sich das Ganze, insbesondere Stannis Entschluss in den Norden zu gehen, ruhig epischer anfühlen können.

– „Everybody is mine to torment.“

– Ich fühle mich immer schlecht, eine so aufwendig und mit vielen Gedanken produzierte Serie zu kritisieren, während ich ihr das Allerbeste wünsche. Bei Game of Thrones muss ich das eh selten, aber „Mhysa“ hat mich einfach im Großen und Ganzen recht kalt gelassen.

– „I have made my decision.“ – „And I have made mine!“ Wohl das erste Mal, dass ich Sympathie für die Greyjoys aufbringen konnte – Yara scheint die einzige Greyjoy mit Sinn und Verstand zu sein.

Fazit: 7,0 von 10 Punkten.

Game of Thrones ist immer noch so hübsch wie eh und je, vergeigt sein Staffelfinale allerdings mit einer nur durchschnittlich interessanten Episode – ein antiklimatisches Ende von Game of Thrones‚ bislang bester Staffel.

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7 Gedanken zu “Kritik: Game of Thrones 3.10 „Mhysa“.

  1. @ Blamayer,

    danke für die neue Rezension!

    Also mich hat die letzte Folge nicht nur kalt gelassen (ausser an der Stelle zwischen Igrite und Jon Snow), sie hat mich auch schwer enttäuscht!

    Das die letzte Folge an Dramatik im Finale nicht gesteigert werden konnte, war sicherlich klar, aber wenn die Leute solche “geliebten“ Persönlichkeiten sterben lassen, wohl wissend, dass die Zuschauer zurück gehen könnten, umso mehr muss ich doch danach gucken, die Zuschauer umzustimmen und mit einem spannenden Finalle und rätselnden Ausblick auf Staffel, wieder dazu zu bringen, auch in einem Jahr dann bei der Premiere der 4 Staffel, wieder den TV einzuschalten. Das ist ihnen diesmal nicht gelungen, im Gegenteil! Stattdessen wird nur ein bisschen Spannung gemacht, dass wir den (ironie an: beliebten Theon Graufreud), wohl in der nächsten Staffel weiter ertragen müssen, da seine Schwester den nun retten wird (ironie aus…).

    Was mich ebenso verärgert hat:
    Es ist klar, dass Drehbuchautoren oft die Bücher nicht genau wiedergeben können, aber hier ist man zu weit gegangen. Die Sache mit Jamie und seiner blöden Schwester war ganz klar und erlaubte eigentlich keinerlei andere Interpretation. Das Finale hätte ganz klar dem Buch entsprechnend getreu erzählt werden müssen. [Spoiler entfernt]… wäre das der spannende Abschluss gewesen und hätte wieder Spannung für die nächste Staffel gebracht, vor allem Gerechtigkeit, denn die ganzen Rop und Stark Hinterherweiner hätten so eine Folge später ein wenig Genugtuung bekommen müssen.

    Aufgrund meiner groben Enttäuschung vom Staffelfinale kann ich leider nur 2-3 Sterne von 10 geben und finde, dass die Folge damit noch sehr gut weg kommt!

    Enttäuschte Grüße

  2. PS: Als die beste Staffel würde ich sie auch auf keinen Fall sehen! Das war Staffel 1, Staffel 2 hatte Potential aber da mischten auch schon zu viele Unbeliebte Gestalten rum, in Staffel 3 sind es noch mehr Unbeliebte geworden. Man kann nur hoffen, dass in Staffel 4 dann wieder moralisch korrekte und gute Menschen dazu stoßen und [Spoiler entfernt] dann noch viele andere Graufreuds, Freys und Lannisters sterben werden…

    • Hinzukommend, dass Staffel 1 noch halbwegs realistisch war und jede Staffel mehr und mehr zu einem Final Fantasy oder Elder Scrolls Spektakel wird… Die Drachen… Ok, aber diese Lichtergötter etc und andere Superkräfte schaden der Serie eher, als sie ihr helfen. Aus Buch Sicht kann man das wieder anders sehen 🙂

    • Die Anzahl der moralisch „guten“ Figuren, wenn es bei Game of Thrones so etwas gibt, ist für mich kein Anzeichen für die Qualität der Serie. In Season 1 war die epische Bandbreite einfach noch nicht so gegeben, jetzt sind die Figuren schon deutlich vielschichtiger (Theon, Jaime, Jon, etc). Für mich ist die Reihung 3>1>2, aber selbst die zweite Staffel ist urgut.

      Wie im Arktikel erwähnt: bitte keine Spoiler in den Kommentaren.

    • Ich finde es ehrlich gesagt gut so wie es läuft … endlich mal eine Serie bei der nichts vorhersehbar ist, wo kein Charakter den „Unsterblichkeits“-Bonus (=> Quote) hat – so wird jede Folge von Anfang bis Ende spannend, da kann man auch ein Finale verkraften, in der man gedanklich noch an verstorbenen Charakteren hängt – wie viele Serien bieten so eine emotionale Tiefe? Ich wünschte nur, die Staffeln hätten mehr Folgen und es gäbe noch mehr Details, aber dann würde es wohl unwirtschaftlich werden 🙂

  3. Spoiler hin oder her, wenn man es streng nimmt, ist ihr Blog ein megaspoiler, da wir deutschen noch lange auf das Finale warten müssen 😉

    Und eine Serie muss sich nun mal dem schweren Erbe eine Buches stellen, und da war die Wiederkehr Jaimis zu seiner Schwester einfach komplett ignoriert und falsch dargestellt worden. Es gibt Veränderungen, die sind nicht interessant und nicht wirklich wichtig und tiefgreifend, aber diese Begegnung hätte komplett anders ausfallen müssen, als dargestellt, zumal so auch die letzte Spannung auf die nächste Staffel genommen wurde…

  4. Danke für die Reviews. Es hat mich immer gefreut, sie ein paar Tage nachdem ich die Folge gesehen habe, durchzulesen um ev. einen anderen Blickwinkel darauf zu bekommen. Meist war ich gleicher Meinung, aber die letzte Folge mochte ich sehr gerne. Das Vorbeischauen bei allen Figuren zeigt uns, dass es ihnen mehr oder weniger gut geht und dass wir sie in eine 10monatige Pause entlassen können. Ausserdem hatte sie eine beruhigende Wirkung auf den Schock vom letzten Mal. Dies war auch die letzte Folge die ich ungespoilert gesehen habe, da ich habe mir die Bücher zugelegt habe und die Handlung bald einholen werde.
    Grüsse aus der Schweiz

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