Schnell Ermittelt 4.12 „Lucy Haller“: Reset-Knopf.

„Weiterschlafen würd ich gern, es war grad so spannend.“

Eine kleine Geschichte: Vor vielen Jahren gab es eine TV-Serie namens Dallas, in der der populäre Charakter Bobby in der siebten Staffel ums Leben kam. Die achte Staffel setzte ohne ihn fort, was viele Fans unglücklich machte. Als Reaktion darauf entschieden die Drehbuchautoren zu Beginn der neunten Staffel, Bobby zurückzubringen, mit der Erklärung, dass die gesamte achte Staffel ein Traum gewesen war. Die Fans fühlten sich verarscht – warum hatten sie denn dann überhaupt diese achte Staffel geschaut, wenn eh alles nie passiert war? – Klingt vertraut? Willkommen bei der vierten Staffel von Schnell Ermittelt.

ORF Pressetext: "Franitschek unterstützt sie, doch vor einem kann er sie nicht schützen: Vor dem Moment, an dem für Angelika (Ursula Strauss) die ihr bekannte Welt in sich zusammenfällt und nichts mehr so ist, wie es vorher war." Wie wahr, wie wahr...

Ich brodle grad ein wenig innerlich. Ich habe nun diese Staffel von Schnell Ermittelt äußerst intensiv verfolgt – die Fälle, die Dialoge, vor allem aber die Charakterentwicklung, die Angelika, Ulrich, Stefan, Franitschek, Maja und Co. durchgemacht haben – nur um jetzt festzustellen, dass das meiste davon umsonst war. Und ich bin der Überzeugung, dass andere Menschen auch mitgefiebert haben, ob Angelika sich nun für Ulrich oder Stefan entscheidet, ob Majas Schwangerschaft gut verläuft, ob Susi sich endlich von Stefan trennt und so weiter. Aber erst einmal langsam mit den Pferden – gehen wir zuerst diese Episode durch.

Die Serie eröffnet mit einem der spannendsten Teaser seit Langem: Angelika und Franitschek betreten bei Nacht Fichtners Anwesen. Endlich! Vor allem die giftgrüne Beleuchtung und die pulsierende Musik passen, die Atmosphäre ist gruselig. Ich liebe dieses grün-dunkle Licht! Auch die Handschellen, nur kurz im Bild, waren unheimlich. Die zwei Polizisten stoßen zwar weder auf Fichtner noch auf Lucy oder deren Schwester, entdecken aber das Kellerabteil, in dem Fichtner Lucy gefangen gehalten hat. Der Raum erinnert frappierend an den Kampusch-Fall vor einigen Jahren.

Obwohl es eigentlich nicht ihr Fall ist, treibt es Angelika nachts aber wieder zu Fichtners Haus – und sieht Lucy am Fenster stehen! Merkwürdigerweise denkt sie nicht daran, Verstärkung zu rufen, sondern handelt auf eigene Faust. Sie schleicht sich ins Haus, steigt die Treppe hoch und findet Lucy beim Abendbrot machen.Für Fichtner, der seelenruhig aus dem Wohnzimmer spaziert. Angelika versichert Lucy, dass sie jetzt gerettet werden würde. Lucy aber versichert ihr, dass sie nicht gerettet werden möchte. Trotzdem zückt Fichtner ein Messer, und als er es nicht weglegt ist Angelika gezwungen ihm ins Bein zu schießen.

Schon ein epischer Moment, als wir Lucy Haller (Noemi Krausz) endlich von Angelika (Schulter rechts) konfrontiert sehen. Doch die Begegnung läuft anders als erwartet...

Als sie sich umdreht ist Lucy verschwunden. Angelika lässt Fichtner liegen und macht sich, mit der Taschenlampe in der Hand, auf die Suche. Im Keller späht sie in das Verließ und wird prompt attackiert – von Lucy!

Eine Erklärung, warum Fichtner und Lucy wieder in das Haus gekommen sind, trotz Polizeisiegel, gibts nicht. Auch Lucys Attacke auf Angelika ergibt keinen Sinn, glaube ich. Das Traurige daran ist: Das muss es auch nicht. Angelika sitzt gerade benommen im Kellerverließ, und ich denk mir: „Man, ist das spannend! Was wohl hinter Lucys Verhalten steckt? Ob Angelika aus dem Schlamassel unbeschadet herauskommt? Halten Fichtner und Lucy jetzt noch zueinander oder nicht?“ Plötzlich öffnet sich die Kellertür, weißes Licht flutet die Szene und… lässt Angelika erwachen.

Die Erklärung der vierten Staffel:

Es stellt sich heraus: Die ganze Staffel war ein einziger Traum! Der Trailer versprach nicht zu viel, als er ankündigte, dass nach dieser Folge nichts mehr so sein würde, wie es mal war. All die Charakterentwicklung, die wir in den letzten elf Folgen – 490 Minuten! – miterlebt haben hat also gar nicht stattgefunden. Angelika hat also nie eine sanfte Phase gehabt, ihre Beziehung zu Ulrich hat es nie gegeben, Stefans Verarbeitung des Todes seiner Mutter war fiktiv. Maja ist nicht schwanger, Franitschek hat sich nie bei einem Fall verliebt und eine Schildklröte zugelegt. Für mich vollkommener Wahnsinn. Schnell Ermittelt schmeißt alles über Bord, was man in den letzten Monaten aufgebaut hat. Das ist so unglaublich enttäuschend. Man will doch mit seinen Lieblingscharakteren mitleiden und mitfühlen und sich mitfreuen. Und dann stellt man fest, dass alles egal war, dass alles umsonst war. Am Liebsten würd ich meinen Fernseher ausm Fenster schmeißen.

Das alles war mir nicht sofort bewusst. Im Gegenteil, ich war überzeugt davon, dass das weiße Licht in ihr eine Erinnerung oder einen Traum auslöst – eine Rückkehr zu Angelikas Visionen aus den vorherigen Staffeln. Infolgedessen hielt ich alles Nachfolgende für einen Traum, mindestens fünfzehn Minuten lang, bis endlich der Groschen fiel. Das war schon ein wahnsinniger Moment, als ich es realisierte – andererseits verstand ich die Episode deshalb nur halb so gut. Meiner Ansicht nach war es auch einfach nicht deutlich genug gemacht, wenn ich mir die ersten Reaktionen auf der offiziellen Facebookseite so ansehe. Besonders witzig auch folgender Suchbegriff, mit dem jemand kurz nach der Episode meinen Blog gefunden hat: „lucy haller muss ich das verstehen“.

Ich hab mir die Episode auch ein zweites Mal (in der ORF-TVThek, Link am Ende des Artikels) ansehen müssen, um sie besser zu verstehen. Viele gute Dialogpassagen waren mir beim ersten Anschauen gar nicht aufgefallen, weil ich ja noch nicht erkannt hatte, dass alles vor der Kellerszene geträumt und alles nachher die Realität war. „Ich werd Sie vermissen“, sagt Krankenpfleger Ulrich, und Angelika antwortet mit einem tief getroffenen „Ich Sie auch.“ Oder im Polizeipräsidium, als Angelika Franitschek erzählt, dass sie nun verstehe, warum sie Lucy gesehen hat – weil alle ihre Visionen nur von toten Menschen sind und das sich nie geändert hat.

Trug zur Verwirrung bei, war aber trotzdem sehr schön: Angelika und Ulrich (Mišel Matičević) teilen eine letzte Minute im Rosenregen in Angelikas Tagtraum.

Ich nehme an, dass es zweierlei Gründe dafür gibt, dass so viele Zuseher verwirrt sind – inklusive mir, und ich würde mich schon als Experten bezeichnen! Einerseits konnte man das nun wirklich nicht erwarten, dass die Serie so einen gewagten Schritt wagen würde. Dallas war damals ja übel auf die Nase gefallen, und ich hätte mir nicht erträumt, dass ich das je wieder in einer TV-Serie sehen würde.

Andererseits gibt es ja ganz offensichtlich viele Verbindungen zwischen Angelikas Koma-Visionen (den Folgen 4.01 bis 4.11) und dem, was tatsächlich passiert war. Lucy Haller ist das prominenteste Beispiel, da die Frau Chefinspektor ja ziemlich gut über den Fall informiert war, das hat den Franitschek und die Maja schon stutzig gemacht. Auch vom Wallner ist kurz die Rede, Franitscheks Psychologe, der in Angelikas Vision ihr eigener war. Erklärbar ist dafür aber Ulrichs Verbindung, den Angelika wohl unbewusst im Krankenbett gesehen und in ihre Geschichte eingebaut hat.

Schwieriger erklärbar ist hingegen Angelikas Notiz für Ulrich: „ICH VERMISSE DICH – WO BIST DU“, inklusive dickem Schmatzer. Den hat Angelika noch in der Vision, also vor der Kellerszene, abgegeben, trotzdem flatterte er in der Schlussszene weg. Meine ganz ehrliche Vermutung lautet, dass da gar nicht auf den logischen Zusammenhang geschaut wurde, sondern man stattdessen versucht, den Eindruck zu erwecken, dass irgendwas in dieser Staffel von Bedeutung gewesen wäre.

Also, es ist jetzt nicht 100%ig so, dass die Serie nun wieder am Ende der dritten Staffel ist. Angelika hat ja diese Erfahrung mit Ulrich und den Fällen wirklich durchgemacht, nur hat sie jetzt den Reset-Knopf gedrückt. Und noch ein kleiner Fetzen ist geblieben – wir sehen Angelika im Archiv wühlen und mehrere Akten auspacken. Es handelt sich um Fälle wie Kurt Swoboda, Werner Demscher, oder Konrad Mautsch. Diese scheinen in der Realität ungelöst geblieben zu sein, und es wird angedeutet, dass die Mörder in der Realität die gleichen sind wie in den Visionen (= Folgen).

Auch hier muss ich wieder die Logik in Frage stellen. Dass Angelikas Visionen ihr bei der Lösung der Fälle helfen war früher ja immer der Fall, das ist nichts Neues. Mir ging es zumindest so, dass ich das auch immer geglaubt habe – es waren ja jetzt nicht mordsmäßige Hinweise, sondern mehr etwas, das man als Angelikas Intuition deuten konnte. Dass ihre Visionen im Koma aber ganze Fälle lösen können, das ist ein ganz anderes Kaliber.Vorsicht: Es wurde die Theorie aufgestellt, dass Franitschek sie bei seinen täglichen Besuchen über diese Fälle unterrichtet habe. Das ist falsch – Angelika lag nur zwei Wochen im Koma, und erstens waren das zu viele Fälle für den kurzen Zeitraum und zweitens wären die Akten dann noch nicht im Lager.

Fall Lucy Haller:

Bei all dem Wirbel um die Vision/Realität-Debatte geht der Fall Lucy Haller ziemlich unter. Schade eigentlich, denn der war clever ausgetüftelt: Meine Vermutungen über den Entführungsfall Haller stellten sich allesamt als falsch heraus: Fichtner war kein eiskalter Entführer, Lucy nicht das arme Opfer, und sogar meine Aussage, dass Lucy Haller noch lebe, stellte sich als falsch heraus.

Die Wahrheit ist aber spannender als meine Theorien: Fichtner hatte zuerst eigentlich gar nichts Böses im Schilde, er war aber noch traumatisiert nach dem Verlust seiner Frau und seiner Tochter. Da spülte die Donau Lucy an Land, fast ertrunken, und Fichtner nahm sie zu sich auf. Fichtner zwang sie nie zu etwas: Lucy kam aus schwierigen Familienverhältnissen.und war scheinbar froh, von ihrer Familie geflüchtet zu sein. Fichtner hingegen war froh, eine Ersatztochter gefunden zu haben – die beiden waren sich einig und lebten fortan als Vater und Tochter.

Nur dann wurde Lucy älter und wollte plötzlich nicht mehr Fichtners Tochter sein, sondern seine Frau. Das fand auch Fichtner verrückt und drohte damit, zur Polizei zu gehen. Daraufhin rammte Lucy ihm ein Messer in die Brust. Als Fichtner entlassen wurde und nach Hause kam, musste er feststellen, dass Lucy ihre eigene Schwester entführt hatte. Das passte ihm gar nicht – man darf doch kein Kind entführen! Es kam zum Streit und dann zum (vermeintlichen Unfall): Lucy stolpert die Treppe hinunter und bricht sich das Genick. Vor allem die Wendung, dass Lucy hier eigentlich skrupelloser als Fichtner war fand ich toll. Das ist eine überraschende Wendung, wie ich sie mir wünsche. Zudem Außerdem gefällt mir, dass nicht ganz klar ist, ob Lucy tatsächlich eines natürlichen Todes (Streit, fällt die Treppe hinunter) oder vorsätzlich umgebracht (Fichtner schubst sie runter) wird.

Auch eine sehr zufriedenstellende Lösung: Es gab nie eine Verbindung zwischen Lucy und Kathrin, obwohl sie gelegentlich die selben Klamotten anhatten – Angelikas Unterbewusstsein projizierte da wohl Kathrins Kleidung auf die vermisste Lucy Haller.

Charaktere:

„Ja, die Kinder waren zu früh da. Wir haben in Wirklichkeit zu wenig Zeit g’habt zu zweit. Wir ham' so wenig von dem gmacht was wir uns gewunschen haben.“ Angelikas Rührung und Stefans (Andreas Lust) Aufrichtigkeit zählen zu den Höhepunkten der Episode.

Über die Charaktere gäbe es sicher wieder viel zu schreiben, aber irgendwie… ich weiß auch nicht. Ich fasse es einfach kurz zusammen: Kemal und Maja werden vielleicht irgendwann demnächst heiraten, Maja scheint erneut schwanger zu sein, zumindest ist ihr wieder übel. Susi ist weg, Ulrich hat es nie gegeben, und Stefan und Angelika kommen sich wieder näher, wohl auch bei ihrem gemeinsamen Urlaub im eigenen Wohnmobil. Es ist schön, die beiden so wohlwollend miteinander umgehen zu sehen, und Stefans Monolog über ihr bisheriges gemeinsames Leben ist berührend. Nachdem es Ulrich so ja nie gegeben hat fühlt es sich aber plötzlich so… so leer an, so unbedeutend.

Bla:

„Ja, dabei hab ich das Gefühl gehabt, ich war die ganze Zeit wach.“„Nein, das waren Sie nicht.“, antwortet ihr Ulrich. Eigentlich hätte es nach diesem Dialog klar sein müssen, aber irgendwas in mir sträubte sich dennoch dagegen, die Wahrheit zu realisieren.

– Angelikas humorvolle Rehab-Szenen waren der Hammer. Ich liebe die Szene, in der sie rauchen möchte – nicht weil sie das so gern tut sondern aus purem Trotz. Ha! Auch die Schokoladenszene im Krankenhaus beweist, dass die Drehbuchautoren viel Feingefühl für Angelikas Charakter besitzen, als sie genüsslich „Mhhh!“ ruft, um den Krankenschwestern zu zeigen, wie gut das Essen doch sei.

– An der ersten Episode der vierten Staffel, Ivonne Werner, fand ich schade, dass Angelikas Rehabilitation gar nicht aufgegriffen worden war. Jetzt wissen wir warum.

– Major Kleber, die die SOKO Haller leitet, ist ja eine giftige Zicke, aber Angelika war eigentlich noch schlimmer. „Naja, dann waren Sie blind.“ oder „Wenn sie genau hingesehen hätten…“ Ich war fast froh, als Kleber die Anspielung auf den Feiler gemacht hat.

– Lucy war seit zehn Jahren verschwunden, ihre Schwester Anna ist kaum älter. Anna kannte Lucy vorher also gar nicht.

– Das Klavierstück in der Schlussszene und Rosenszene: wunderschön.

– In der realen Zeitlinie wird Susanne einfach mit einem Job in Deutschland wegrationalisiert. Da fühle ich mich schon sehr veräppelt.

– Mein sarkastisches Ich sagt voraus, dass wir im ersten 90-minütigen Fernsehspielfilm herausfinden werden, dass alles nach der Kellerszene geträumt war und die vierte Staffel ein Traum im Traum und somit vielleicht Realität gewesen wär. Schnellception!

Fazit: 4,0 von 10 Punkten.

Die gesamte vierte Staffel implodiert in ihrem Finale. Die Entscheidung, dass die gesamte Staffel nur geträumt sein soll, geht vollkommen nach hinten los. Auch die Pseudo-Verbindungen zwischen den elf Folgen Visionen und der Wirklichkeit können das nicht kompensieren. Es ist wirklich schade: „Lucy Haller“ hätte ein spannender Fall sein können, stattdessen ist er konfus und zerstört das positive Bild, das Schnell Ermittelt aufgebaut hat. Groß geträumt, bös erwacht.

“Lucy Haller” ist bis 10.4. HIER kostenlos und legal in der ORF TVthek verfügbar.

Advertisements

16 Gedanken zu “Schnell Ermittelt 4.12 „Lucy Haller“: Reset-Knopf.

  1. Vielen Dank für die tolle Rezension. Genau DAS habe ich mir auch gedacht, als ich mir die Folge angesehen habe.
    Es ist wirklich schade, daß die ganze Entwicklung dieser Staffel, die sehr vielfältig und interessant war, so einfach so über Bord geworfen wurde…….

  2. Danke für die tolle Kritik, ich bin echt voll deiner Meinung. Hab die ganze Nacht drüber nachgedacht, ob es vielleicht doch einen Sinn ergibt, aber es ist für mich einfach unverständlich.
    Denn wenn ich mir die Erklärung hernehme, dass die Angelika jetzt tatsächlich alte Fälle in ihrem Kopf aufgearbeitet hat, sind ja ganz viele offene Fragestellungen bezüglich der Lösungen zu erkennen. Manche Fälle sind ja auch gar nicht gelöst worden. Heißt das jetzt, sie hat in den Fällen früher schon einmal genau so ermittelt, und hat sie sich jetzt noch einmal durchgedacht, ist aber auf keine Lösung gekommen und der einzige Unterschied zum echten Fall ist, dass sie sich die Leute in ihrer Umgebung mit anderem Charakter geträumt hat? Wozu dann überhaupt?
    In Wirklichkeit find ich das mit den Charakteren ja viel ärgerlicher. Weil jetzt stehen ja wieder alle auf Null. Ich muss das jetzt ein bisschen näher ausführen, wenn ich schon die Möglichkeit dazu habe, weil da hat sich in den letzten Stunden ziemlich viel angestaut…
    Maja und Kemal zum Beispiel: Die waren am Ende der dritten Staffel ja eigentlich nicht mehr wirklich zusammen bzw zumindest nicht glücklich. Das gemeinsame Kind hat sie dann irgendwie wieder zusammengeführt und man hat ja auch gemerkt, dass zwischen ihnen, bis sie es ihm gesagt hat, eigentlich kaum etwas gelaufen ist. Jetzt – in der wirklichen Gegenwart – fragt er sie, ob sie ihn heiraten will (was meiner Meinung nach nicht zum Ende der dritten Staffel passt, außer der Unfall von der Angelika hat sie alle so verändert) und es wird das Gefühl erweckt, dass sie das eigentlich auch will. Da war der Konflikt im „Traum“ ja eindeutig viel besser. Sie weiß nicht, ob sie das Kind will, weiß nicht einmal, von wem es ist und sagt es ihm dann in einem sehr rührenden Moment. Wenn sie jetzt wirklich schwanger ist, dann wird das nicht mehr wirklich etwas Besonderes sein (vor allem für uns Zuschauer, da wir es ja ohnehin schon wissen). Echt schade, weil die Geschichte der beiden hat mir vor allem am Staffelbeginn sehr gut gefallen.
    Bei der Sache mit dem Stefan und seiner Mutter bzw der Susi kann ich mir das, wenn es sein muss, ein bisschen besser erklären. Sie hat kein gutes Verhältnis zu beiden, träumt sie sich deshalb einfach weg. Aber, dass all die großartigen Momente, die die beiden (Stefan und Angelika) in dieser Staffel miteinander gehabt haben, jetzt einfach weg sein sollen, kann ich nicht begreifen. Ich würde sagen, davor waren nur die Szenen, als Angelika glaubt sie ist vom Feiler schwanger und als der Stefan am Ende der dritten Staffel als einziger wirklich aufrichtig zu ihr hält, annähernd Gänsehaut erregend wie einige der letzten Wochen, z.B. als die Susi ihn verlässt oder sie mit ihm über seine gestorbene Mutter spricht. Die Staffel war so menschlich, wie noch nie zuvor eine. Die Charaktere haben sich wirklich herausgebildet und ich hab das Gefühl gehabt, jetzt verbindet sie endlich mehr als nur Arbeit.
    Der Franitschek kommt der Angelika näher, sie erzählt ihm Sachen, was sie vorher nicht gemacht hätte. Er unterstützt und versteht sie und hat Schuldgefühle, dass er einmal an ihr gezweifelt hat. Und dann die Sache mit der Schildkrötentante. Träumt sich die Angelika wirklich, dass sie den Frani so lange aufzieht, bis er wütend aus ihrem Auto steigt. Das ist dann irgendwie schon gemein! Wozu ich noch eine kleine Frage hätte, wäre das Bild, das in der Kiste vom Franitschek liegt, zu dem er dann sowas sagt, wie „das ist eine Kollegin“. War das jemand bestimmter? DIe Schildkrötenfrau? Ich habs nicht so richtig erkannt…
    Zuletzt noch die Kinder, die sich in der Staffel echt gut entwickeln und richtig erwachsen werden. Wie sie zum Beispiel mit den beiden Mädchen in „Konrad Mautsch“ umgehen, war einfach so unheimlich rührend. Das hat es jetzt alles nicht gegeben? Der Jonas hat all die guten Sprüche („Du bist mein Held Papa“ etc) nicht wirklich gesagt und die Kathrin hat dieses schöne Gespräch der letzten Folge mit ihrer Mutter über den Ulrich nie geführt? Wünscht sich die Angelika das alles nur?
    Das mit dem Ulrich stört mich eigentlich am wenigsten, weil der war nicht wirklich mein Liebling, aber ich hab auch das Gefühl gehabt, dass sich durch diese Beziehung der Stefan und die Angelika wieder näher gekommen sind und das hat sie richtig verbunden.
    Wie du oben angemerkt hast : „Nachdem es Ulrich so ja nie gegeben hat fühlt es sich aber plötzlich so… so leer an, so unbedeutend.“ Ich kann dir nur beipflichten.
    Ich war schon so gespannt, wie sie den Konflikt zwischen Ulrich und Angelika lösen, ob sie sich doch für den Stefan entscheidet und auch ob zwischen Kemal und Maja doch noch einmal etwas Tieferes geschieht. Die Lösung soll jetzt sein, dass alles gar nicht wahr war? Das ist einfach soooo schade! Es war nämlich eine echt tolle Staffel! Und wie du gesagt hast, irgendwie zerfällt alles, was man sich in den letzten Wochen aufgebaut hat, mit einem Schlag. Vielleicht wachen wir ja morgen auf und es war alles nur ein schlechter Traum…
    Trotzdem danke für die Kommentare zu allen Episoden der vierten Staffel. Dadurch hab ich einige Zusammenhänge erst besser erkannt und mir ein gutes Bild machen können. Dass alles jetzt umsonst gewesen sein soll ist natürlich eine herbe Enttäuschung!
    Maria

    • Danke für den ausführlichen Kommentar – du sprichst da ein paar sehr gute Punkte an, vor allem in Bezug auf die Charakterentwicklung – ich hätts nicht besser formulieren können, was Franitscheks und Stefans Beziehung mit Angelika betrifft – die ist in dieser Staffel wirklich aufgeblüht, seufz. Ich muss gestehen, dass ich mich an Kemals und Majas Streit am Ende der dritten Staffel gar nicht mehr erinnern konnte.

      Das Foto mitm Franitschek ist mir auch aufgefallen, hab die Szene auch mehrmals näher angesehen. Ich bin mir nicht 100%ig sicher, da die TVThek-Version nicht sonderlich scharf ist, aber ich glaube erkannt zu haben, dass es nicht die Schildkrötenfrau ist. Meine Vermutung ist, dass es diese Kollegin ist, von der Franitschek in der vorherigen Folge (Jana Solm) gesprochen hatte, in die er einst (und scheinbar immer noch) verliebt war. Glaube auch, auf dem Foto eine Polizeiuniform gesehen zu haben.

      Liebe Grüße,
      Hannes Blamayer

  3. Hallo zusammen!
    Erstmal: toller Blog 😉

    Aber, ich verstehe eure Aufregung nicht ganz. Denn … eine tolle 4. Staffel durften wir trotzdem verfolgen, viele spannende Momente erleben. Immerhin ist ja alles nicht „überhaupt nicht“ passiert, sondern in Angelikas Kopf allemal!
    Klar war es unterhaltsam die Charakterentwicklung mitzuverfoglen, aber für mich nicht Motivation genug um einzuschalten; vielmehr war’s die gute Unterhaltung mit einer großen Portion Selbstironie und ordentlich Schmäh‘!
    Wenn ich mir seichte Charakterentwicklungsgeschichten ansehen will, reicht eine Seifenoper aus dem Vorarbendprogramm 😉
    Und wer sagt denn nicht, dass sich die Charaktere während Angelikas Krankenhausaufenthalt wie beschrieben weiterentwickelt haben … so ein Einschnitt schweißt zusammen, regt zum Nachdenken an usw.

    Ich bin jetzt umso mehr in freudiger Erwartung, wie’s wohl weitergehen wird!
    … obwohl auch ich mir gestern abend den Kopf zermartert habe – klar 😉

    Alles Liebe
    Julia

  4. Immer gute u ausführliche Reviews auf dieser Seite zu Schnell Ermittelt, wobei mir diese leider zu flach bzw eindimensional ist. Alle mystischen Ansätze zum Nachdenken über die vergangene Staffel fehlen völlig und stattdessen wird ausschließlich auf die Charakterentwicklungen eingegangen, die letztendlich alle ins Leere geführt haben.

    Natürlich war’s im ersten Moment ein ziemlicher Schock und musste erstmals verdaut werden. Doch je länger ich über die letzte Folge bzw ganze Staffel mit Distanz nachdenke, umso eher gefällt sie mir – um nicht zu sagen, SE ist die Revolution der österreichischen Fernsehkrimis. Aber alles nach der Reihe:

    – „Die letzten 11 Fälle – Traum oder was?“ Hier lässt SE jedem Zuseher seinen eigenen Raum für Spekulationen. Tatsache ist jedoch, dass sich all diese Fälle in früherer Zeit vor Angelikas Unfall ereignet hatten und – dem Dialog am Ende zw Franitschek u Schnell zufolge – von unseren SE-Charakteren nie gelöst werden konnten. Mir wäre in dem Fall wichtig, auf die Fälle der 4. Staffel einzugehen – eines fiel nämlich fast die ganze Staffel über auf: Nahezu jeder Fall hatte eine recht komplizierte Handlung mit einer unkonventionellen, fast abnormalen Auflösung. Ich erinnere mich da an die unrealistische Schildkröten-Schnitzeljagd, den Psychiater als Mörder aufgrund von irgendwelchen Theorien über das frühere Leben oder der Ritualmord mit Vampirbissen. All diese Fälle waren im Vergleich zu den letzten Staffeln komplizierter und oft schien die Auflösung zu sehr an den Haaren herbei gezogen. Wäre ja an sich nix Schlimmes für eine Krimiserie, aber fast eine ganze Staffel über? Tja, letztendlich erklärt sich der Grund im Finale auf wunderbare Weise: All dies waren Fälle, die von Schnell nie gelöst werden konnten. Im künstlichen Tiefschlag denkt sie darüber nochmals nach und findet zu jedem der einzelnen Mordfälle jede noch so seltsame Lösung. Was sich jetzt in der Realität abgespielt hat und was nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Für mich dürften sich die Fälle in früherer Seit tatsächlich so abgespielt haben, mit den selben Zeugen/Verdächtigen und vermutlich sogar mit den selben Dialogen, lediglich die Entschlüsselung am Ende fehlte. Daher sehe ich es als recht einseitig, nun den Autoren nachzusagen, sie machen aus der ganzen Staffel einen Traum, wo nix echt war. Vielmehr wurden jedem Zuseher Lösungsansätze geboten!

    – „Ulrich Larsen“ Auch hier schien mir der Charakter von Anfang an fragwürdig. Die Beziehung zw Schnell u Larsen definierte sich durch ordentlichen Kitsch in Zusammenhang mit Picknick am Wasser, feinen Restaurants und teurem Prosecco. Irgendwie zu viel und zu fad, auch dann noch die Harmonie mit den Kindern. Und dann auf einmal der frühe Heiratsantrag – man war verwirrt. Wieso so früh, das passte nicht – immerhin ist Schnell ja nicht Protagonistin einer deutschen Telenovela ^^ Als sie in der letzten Folge dann den Entschluss fasste, ihn nicht heiraten zu wollen, war er verschwunden. Und genau hier wird die Person des Ulrichs Larsens im Zusammenhang mit der Auflösung extrem spannend – auch hier fehlen mir in dem Review völlig Ansätze zur Spekulation, stattdessen wird nur kritisiert, dass er nun weg ist usw. Von Anfang an sprach er vom „Weiterziehen“, ohne dass man wusste, wohin er wollte. Für mich verkörperte Larsen das Tor für Schnell ins „Jenseits“ (um jetzt ganz philosophisch zu werden…) Immer wieder lockte er Angelika und vermutlich war der frühe Heiratsantrag nichts anderes als eine symbolische Darstellung für die Entscheidung, vor der Angelika stand, ob sie nun wieder aus dem Koma aufwachen wollte oder nicht. Lange ließ sie sich Zeit, immerhin hatte der Tod bildisch dargestellt eindeutig seinen Reiz, doch letztendlich entschied sie sich fürs Leben. Warum wurde der Tod/das Jenseits/wie man essen nennen will als männlicher Deutscher dargestellt? Ganz einfach – er war der Pfleger von Schnell im Krankenhaus, wusch sie jeden Tag und pflegte daher wohl das intimste Verhältnis zu ihr im Koma. Schade, dass ich mit diesem Denken dem Review u den Facebook-Kommentaren zufolge wohl der einzige bin.

    – „Lucy Haller, doch eigentlich recht unbedeutsamer Fall“. Jaja, hier boten sich wunderbare Spekulationen und Theorien die ganze Staffel über, was es mit diesem Mädchen auf sich hat. Warum tauchte sie aber jetzt eigentlich immer wieder auf, während Schnell im Koma die alten Fälle nochmals durchträumte? Weils eben der aktuelle Fall war, der bei Franitschek & Co für Aufregung sorgte, während unsere Kommissarin im Koma lag. Er dürfte Schnell von diesem Fall immer wieder erzählt haben und somit tauchte ihr das Mädchen, wohl auch weil sie eben von Anfang an tot war, wieder u wieder. Der Haller-Fall dürfte im Nachhinein betrachtet vermutlich den meisten zu wenig spektakulär gewesen sein, ist jedoch in Zusammenhang mit der Auflösung extrem schlüssig.

    So, ich hoffe, mit meinen Eindrücken zumindest ein paar Sympathisanten für die vergangene Staffel zu bekommen. Es mag sicher sehr unbefriedigend sein, weil nun die Charaktere quasi wieder bei null sind, allerdings sollte man hier keine Dallas-Vergleiche anstellen, da es keinerlei Quoten-Gründe gab, eine Traumstaffel zu machen und es letztendlich eben auch keine Traumstaffel ist, lediglich in Bezug auf die Charakterentwicklungen (die meiner Meinung nach jedoch nicht so sehr von Bedeutung waren, dass Maja sowieso wieder schwanger ist, ist doch eh klar – und wer der zweite mögliche Vater ist, sollte eigentlich auch den meisten klar sein ^^). Schnell ermittelt polarisiert hier wahrscheinlich enorm, allerdings Hut ab, was man sich hier getraut hat – ich denke, die Leute brauchen einfach ein bisschen Zeit zum Nachdenken.
    lg

    BTW – super, dass es die Oma noch gibt, ohne ihr war’s nicht so lustig 😀

    • Lieber Luigi!

      Du sprichst mir aus der Seele… was Ulrich betrifft, frage ich mich, wie man die Situation je anders beurteilen hätte können, als von dir beschrieben. Danke für die Anregung Ulrich=Jenseits. Genau das hat mir in meinem Gedankengerüst noch gefehlt 🙂

      LG
      Julia

    • Hallo Luigi, danke für den Kommentar!

      Ich muss zugeben, dass mir diese Interpretation mit Ulrich als Entscheidung für den Tod immer besser gefällt, je mehr ich drüber nachdenke. Leider bin ich selber nicht drauf gekommen. Das gibt der Staffel mehr Zusammenhalt und lässt sie als Gesamtkunstwerk dastehen. Es gab also schon diesen Masterplan, wie die gesamte Staffel zusammenhängt. Es war mutig, ja, und zwar nicht nur die Traumerklärung, sondern auch das komplexe Konstrukt, das diese stützt (mit Ulrich und Lucy und so weiter.). Trotzdem war für mich der Preis zu hoch. Für mich ist die Erklärung mit den 11 Fällen davor nicht schlüssig.

      Dass die Fälle leicht abstruser wären als früher wäre mir nicht aufgefallen. Im Fernsehen muss man halt spektakuläre Fälle bringen. Ich erinnere dich an den Feiler (und dessen ehemalige Freundin in der dritten Staffel): Auch nicht unbedingt realistisch, aber glaubwürdig und spannend, und deshalb akzeptiert mans als die Realität, in der Angelika und Co. arbeiten. Aus dem selben Grund habe ich auch Ulrich nicht in Frage gestellt: Ich dachte, das Team probiert halt diesmal was anderes: den feinen Gentleman, fast zu perfekt, aber will Angelika diesen oder doch ihren Ex-Mann, der sie innig liebt?

      PS: Wenn die Rezension flach ist ist sie 2-dimensional. 😉
      Aber ich verstehe, was du meinst.

    • Naja, das mit dem Feiler-Fall und seiner Freundin Maria Winter war insofern nicht unrealistisch, da hier eine klare Anlehnung an den Jack Unterweger-Fall stattfand, der ja auch – trotz Kenntnis über seine Serienmorde – von Frauen im Gefängnis besucht und begehrt wurde. Die ganze Vorgehensweise gegen Schnell mit Karl Esch als Werkzeug war natürlich nicht ganz glaubwürdig, jedoch extrem spannend. Die 3. Staffel gefiel mir ausgesprochen gut.

      Zu den Fällen der 4. Staffel: ich meine auch nicht, dass sie jetzt von den Handlungssträngen so abstrus waren, sondern eher war es in der Auflösung fast jedesmal eine Person, die ein recht fragwürdiges bzw unglaubwürdiges Motiv hatte oder eine Person, auf die man von selbst nicht gekommen war (eine liebevolle Schildkrötenzüchterin bringt gleich 3 Leute um, nur um Schildkröten zu stehlen; ein 13jähriges Mädchen bringt ihren Clown-Stiefvater um; ein Psychiater bringt seinen Patienten um, weil er aufgrund einer Pigmentstörung annimmt, er sei der Mörder seiner Eltern in einem früheren Leben gewesen) – in all diesen Fällen ist es somit nicht wirklich unrealistisch, dass Schnell & Franitschek den Mörder damals nicht fassen konnten und sie somit erst im „Delirium“ die Lösung von selbst findet, so unkonventionell sie auch sein mag.

      Nein, sie ist eh eine gute Rezension, allerdings wurde mir eben zu sehr Bedacht auf Lucy Haller genommen, ohne das Grundgerüst der 4.Staffel in Frage zu stellen 😉

      lg

  5. hallo zusammen….vielen, vielen, vielen dank vor allem an hannes blamayer und luigi123!!!!mir ist gerade ein licht, wenn nicht eine ganze grosstadtbeleuchtung aufgegangen….herzlichen dank dafür…ich bin ein grosser schnell ermittelt-fan und verpasse keine folge.nur gestern abend war ich total genervt, weil ich nicht und nicht verstehen konnte, was ich da gesehen hab….war so sauer, dass ich eine runde mit meinem freund streiten musste, weil ich ihm die folge (er hatte sie verpasst) net erklären konnte….jetzt, nachdem ich eure kommentare gelesen habe, kommen im minutentakt die aha-momente!!!! jetzt wird mir die ganze staffel so klar…. gestern sagte ich auch: so ein blödes finale!!!! nun, wo der groschen gefallen ist, find ich auch die 4.staffel toll! nun ist fast alles so logisch. danke nochmal fürs „ausdeutschen“!!!!! 🙂 lg carina

  6. Hallo!
    Auch von mir ein ganz großes Dankeschön für die Erleuchtung… hab die Folge erst heute anschauen können und hab nicht wirklich gecheckt, was da jetzt abgeht.
    Der „Dallas“-Moment stand zwar im Raum – hab ich damals miterleben dürfen 🙂 – aber ich haett mir nie gedacht, sowas in dieser Serie zu erleben…
    Und was ich wirklich davon halten soll, weiß ich noch nicht wirklich.
    Anyway, weiter so, werd mir Deinen Blog bookmarken!
    LG
    Patrick

  7. hallo leute,
    obwohl ich nicht mehr fernsehe habe ich mir in letzter zeit fast alle schnell-ermittelt-folgen in der orf mediathek angesehen. der wiener schmäh, die kameraführung, die musik, die schauplätze und die bestens geführten heimischen schauspielerInnen haben diese serie für mich reizvoll gemacht. das staffelfinale war nun letztlich der volle hammer. ich war völlig begeistert, dass sich endlich jemand getraut hat, ein derart ambitioniertes konzept durchzuziehen. die zuseher eine ganze staffel lang unwissend an einem traum teilnehmen lassen – da muss ich an fellini und andere filmkunst denken. so etwas ambitioniertes fällt den üblichen serientätern unter den autoren niemals ein. außerdem möchte ich LUIGI123 loben. sein kommentar gefällt mir am besten, denn er bringt für mich alles voll auf den punkt. ich freue mich schon auf die nächsten folgen. hoffentlich geht es so phantasievoll und professionell weiter. ps: ist euch auch aufgefallen, dass es viele der schauplätze in der realität nicht geben kann? der wohnwagen von ulrich larsen war z.b. immer an orten aufgestellt, wo nie ein wohnwagen stehen dürfte. auch der würstelstand gegenüber der urania, mit autoparkplätzen daneben, wäre real nicht möglich.

  8. Pingback: Schnell Ermittelt: Staffel 4 | Blamayers TV Kritiken

  9. Pingback: Best Of 2012 | Blamayers TV Kritiken

  10. Pingback: Kritik: Janus “(6)”. | Blamayer TV

  11. Ich hatte es vorgestern auf BR 3 gesehen; vorher überlegte ich mir die DVD’s zu holen; nach der Sendung kam ich mir einfach nur vera**t vor und entschied mich gegen die DVD’s…..

add your bla:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s